Das Evangelium predigen

Wir haben die beste Nachricht der Welt!

Was bedeutet sie uns persönlich? Und wie formulieren wir sie gegenüber anderen?

Im Folgenden findest du zwei (von vielen möglichen) Perspektiven auf dieselbe Gute Nachricht. Die Frage lautet hierbei nicht, welcher Ansatz ist der Richtige und welcher ist falsch. Vielmehr möchte ich aufzeigen, wie unterschiedlich die Frohe Botschaft transportiert werden kann, je nachdem, worauf man das Hauptaugenmerk legt.

Evangelium der Errettung Evangelium vom Reich Gottes
Botschaft:
Du bist ein Sünder und brauchst Gottes Vergebung, sonst gehst Du verloren.
Botschaft:
Gottes Reich ist zugänglich jedem, der Jesus Christus als absolute Autorität akzeptiert.
Botschaft:
Du hast viele Sorgen und Nöte, aber Jesus kann Deine Probleme lösen.
Botschaft:
In Jesu Herrschaftsgebiet ist geistliche Freiheit. Unabhängig von äußeren Umständen.
Erkenntnis:
Ich bin ein Sünder, aber fortan glaube ich an Jesus, der für meine Schuld gestorben ist und mir meine Sünden vergibt.
Wenn ich sterbe, komme ich in den Himmel.
Der Schlüssel zum Himmel
liegt im Sterben.
Erkenntnis:
Jesus starb zur Erlösung der Menschheit, und er ist auferstanden und lebt.
Er ging als Lebendiger in die Dimension des Himmels.
Der Schlüssel zum Himmel liegt in der Lebendigkeit.
Jesus bezahlte für unsere Schuld mit seinem Tod.
Durch sein Sterben sind wir gerettet und müssen nach unserem Sterben nicht auf ewig in die Hölle.
Der Schwerpunkt liegt auf dem Sterben Jesu, verursacht durch unsere Sünde, Fehlbarkeit, Verlorenheit, und auf der gefallenen Welt, welcher wir erst mit dem Tod entkommen können.
Mit seinem Wirken als Mensch begann Jesus sein Reich zu erobern, mitten unter uns.
Er starb, um unsere Schuld zu bedecken und besiegte den Tod, indem er zum Leben in Ewigkeit auferstand.
Der Schwerpunkt liegt auf der Herrschaft Jesu, mit Sitz auf dem Thron zur Rechten Gottes. Seine Feinde werden sukzessive unter seine Füße gezwungen.
Die gute Nachricht basiert auf TodDie gute Nachricht basiert auf Leben
Aus meinem Glauben und meiner Bekehrung zu Jesus Christus folgt meine Errettung.
Nach der Bekehrung folgt die Taufe, Erfüllung mit dem Heiligen Geist, es folgen innere Heilung, Wandlung des Charakters, Heiligung, geistliche Begabungen. So erstreben wir Zusatz um Zusatz bis zum Lebensende.
Indikator meines Glaubens und Beziehung zu Gott sind meine geistlichen „Errungenschaften“.
Aus meinem Glauben und meiner Bekehrung zu Jesus Christus folgt Anerkennung seiner Herrschaft
und damit mein Gehorsam.
Wenn Jesus Christus mein Herr ist, folgt im Umkehrschluss, dass ich ihm untertan bin. Autorität und Gehorsam sind untrennbar.
Indikator meines Glaubens und Beziehung zu Gott sind nicht geistliche Gaben, Gesundheit und Wohlstand, sondern der Grad meines Gehorsams.
Das Gebet lautet:
Ich habe Probleme, und ich brauche eine (Er)Lösung!
Hilf mir Gott, steh mir bei! Greife in mein Leben und meine Umstände ein.

Der Fokus liegt auf meinen Sorgen, Nöten, Bedürfnissen.
Und meine Bitten darauf, dass Gott mich und meine Mitmenschen in unseren Anliegen unterstützt.
Ich bin nur ein einfacher Mensch – Er kümmere sich darum, dass alles besser wird.
Das Gebet lautet:
Was kann ich dazu beitragen, damit das Reich Gottes wachse und sich noch weiter ausdehne? Wie verwirkliche ich den Willen Gottes auf Erden, nach dem Vorbild des Himmels?
Der Fokus liegt auf dem, was Gott zu dieser Zeit zum Wohle aller freisetzen möchte.
In Kooperation arbeiten wir mit ihm aktiv an der Umsetzung. Wir erfragen die besten Strategien und erbitten die Mittel, sofern sie außerhalb unserer eigenen Verantwortung liegen.
Meine guten Werke zeugen von meinem guten Willen und Glauben, und sie werden mir nach dem Tod im Himmel belohnt. Meine guten Werke dienen dem Zweck, Gottes Vorhaben zu verwirklichen und dass seine Herrschaft, wie im Himmel, so auf Erden zunimmt.
Ziel:
Dass Menschen sich zu Gott bekehren, dass sie sich von der gefallenen Welt lösen, moralisch bessere Menschen werden und nach dem Tod in den Himmel kommen
Ziel:
Dass Menschen frei werden von toxischen Bindungen und die Umsetzung von Gottes Werten und Vorhaben auf Erden, bis die ganze Welt damit erfüllt ist.
Schwerpunkt:
Menschlich, irdisch fokussiert
Ist begrenzt auf sich selbst
Schwerpunkt:
Göttlich, himmlisch fokussiert
Weist hin auf das „Große Ganze“
Inspiriert durch Harold Eberle, christlicher Lehrer und international gefragter Sprecher in Gottesdiensten, Seminaren und Konferenzen. Er ist Gründer von 12 Bibelschulen in verschiedenen Entwicklungsländern und Autor zahlreicher Bücher. Seine Leidenschaft ist es Menschen zur Reife zu führen.

6 Antworten auf “Das Evangelium predigen”

  1. Das ist herausfordernd, mitzudenken. Tatsächlich gibt es aber nur ein Evangelium, weil es nur einen Erlöser Jesus Christus gibt. Die hier vorgenommene Unterscheidung halte ich für nicht biblisch und nicht hilfreich.

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    1. Lieber Volkmar, es geht nicht um die Unterscheidung 2 verschiedener Evangelien, denn beide Kolonnen predigen das Eine Evangelium. Die Frage ist, wenn ich das Evangelium betrachte, worauf lege ich dabei mein Hauptaugenmerk?

      Gefällt 1 Person

      1. Liebe Lena, danke für deine Antwort. Ich lege Augenmerk auf das was im Text steht. Damit bin ich bisher immer gut gefahren in der Auslegung von Bibeltexten. Mich überzeugt diese Gegenüberstellung nicht, mich überzeugt diese Gegenüberstellung nicht , denn der eigentliche Hintergrund der frohen Botschaft ist die verlorenheit der Menschen und die Trennung von Gott die durch Jesus Christus überwunden werden kann.

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