Die Bünde mit Abraham und David und wie Jesus sie erfüllte

Wie hängen die Bünde Abrahams und Davids mit Jesus zusammen? Und was hat die Christenheit heute damit zu tun?

  • Abraham wurde im Bund von Gott eine ewige Heimat und ewiger Fortbestand seiner Nachkommenschaft zugesagt.
  • David bekam im Bund mit Gott die Verheißung, einer seiner Nachkommen werde den königlichen Thron besteigen und auf ewig herrschen.

Beide Bünde gelten ewig. Gott erfüllte sie zunächst irdisch und dann geistlich durch Jesus Christus.

Abraham glaubte Gott und machte sich auf den Weg ins ihm verheißene Land. Trotz vieler Wirren und Wendungen fand er schließlich seine Heimat. Seine Nachfahren zogen zwar irgendwann weiter nach Ägypten, doch 500 Jahre später begannen sie, das verheißene Land wieder einzunehmen.

Wusstest du, dass die Einsetzung des Bundes mit Abraham bereits auf Jesu Bund hinwies?

Bei der Einsetzung vollzog sich im Altorient regulär folgende Zeremonie: man schlachtete Tiere und teilte sie mittig. Beide Bündnispartner gingen zwischen diesen geschlachteten Tierhälften hindurch und schworen: „Dies soll mir zustoßen, wenn ich diesen Bund breche“.

Das Außergewöhnliche am Bundesschluss mit Abraham war, dass nur Gott inmitten der Tiere durchging, als „brennende Fackel“, während Abraham schlief. Somit verpflichtete allein Gott sich dazu geschlachtet zu werden, wenn der Bund gebrochen würde, siehe 1.Mose 15,9-18 

Die Regierungszeit des Königs David ist bekannt als Ära der Gerechtigkeit. David liebte die Gegenwart Gottes. Um die offenen Türen des Himmels zu symbolisieren brachte er die Bundeslade in einem offenen Zelt unter und organisierte Chöre und Musiker, die Gott darin rund um die Uhr, bei Tag und Nacht lobten.

David etablierte nicht nur Lobpreis und Anbetung, er setzte auch das Paradigma für das Herrschen in Recht und Gerechtigkeit. Die verheißene „Wiederherstellung der Hütte Davids“ ist nicht nur die Wiederkehr von Lobpreis und Anbetung, es ist auch der Einzug der Gegenwart und Herrschaft Gottes unter den Menschen.

David legte seinen Regierungssitz außerhalb Jerusalems, auf den Berg Zion. Seitdem symbolisieren Zion und Jerusalem den Hotspot von Gottes Reich.

Der Herrschaft Davids folgten 10 Könige, die mit jeder Generation gottloser wurden und sich dem Götzendienst hingaben. Das Reich wurde geteilt, schließlich von anderen Mächten erobert und das Volk wurde ins Exil geführt.

In dieser Zeit der Gottesferne durch Sünde, der damit verbundenen Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung im Exil, spricht Gott durch seine Propheten.

Gott verhieß ein neues Zeitalter:

Jesaja 65,20-25 Ich werde einen neuen Himmel und eine neue Erde erschaffen. Dann sehnt sich keiner mehr zurück nach dem, was früher war, keinem mehr kommt das noch in den Sinn.
Freut euch vielmehr und jubelt ohne Ende über das, was ich nun erschaffe. Zur Stadt der Freude mache ich Jerusalem, und seine Bewohner erfülle ich mit Glück.
Und auch ich will über Jerusalem jubeln, will mich freuen über mein Volk. Dann wird kein Weinen mehr zu hören sein, kein Wehgeschrei mehr in der Stadt.
Es wird dort keinen Säugling geben, der nur wenige Tage erlebt, keinen Greis, der nicht das volle Alter erreicht. Wer als Hundertjähriger stirbt, gilt noch als jung, und wer nicht hundert Jahre alt wird, gilt als Sünder, der vom Fluch getroffen ist.
Sie bauen Häuser und wohnen auch darin, pflanzen Weinberge und genießen auch ihren Ertrag.

Sie bauen nicht, damit ein anderer in ihrem Haus wohnt; sie pflanzen nicht, damit ein anderer die Früchte genießt. Die Menschen meines Volkes sollen alt wie Bäume werden, meine Auserwählten sollen die Frucht ihrer Arbeit genießen.
Ihre Arbeit wird nicht mehr vergeblich sein, nicht für einen frühen Tod bringen sie Kinder zur Welt. Denn sie sind die Nachkommen der Gesegneten Jahwes, und ihre Sprösslinge werden bei ihnen sein.

Schon ehe sie rufen, gebe ich ihnen Antwort, während sie noch reden, erhöre ich sie.
Wolf und Lamm weiden zusammen, der Löwe frisst Stroh wie das Rind und die Schlange wirklich nur Staub: Sie werden nichts Böses mehr tun und niemand mehr schaden auf meinem heiligen Berg“, spricht Jahwe.

Gott verheißt einen neuen Himmel und eine neue Erde. Tatsächlich ist der Ausdruck „Himmel und Erde“ im Jüdisch-Hebräischen eine Metapher für den Tempel, weil dort der Himmel die Erde berührt. Dort begneten Menschen Gott. Die Schaubrote dort symbolisierten das Irdische und die Engel auf der Bundeslade symbolisierten das Himmlische. Im Herzstück des Tempels wurden die Vereinbarungen des Bundes aufbewahrt.

Den neuen „Himmel und Erde“ = den neuen Tempel bilden die, welche sich mit Jesus verbündet haben und ihm ein Zuhause bieten. Die Bibel nennt sie auch Tempel des Heiligen Geistes. Die Vereinbarungen des Neuen Bundes sind nicht mehr auf Stein gemeißelt, sie sind ihnen ins Herz geschrieben.

Der alte „Himmel und Erde“ = der Tempel in Jerusalem zerging im Feuer 40 Jahre nach Christi Auferstehung, wie Jesus in Matthäus 24 und auch Petrus es in 2.Petrus 3,12 vorausgesagt haben.

Ist es nicht so, dass wir heute erleben, wie die obige Verheißung von Gottes Friedensreich sich immer mehr erfüllt?

Die Lebenserwartung in der westlichen Welt liegt inzwischen bei rund Hundert Jahren, Tendenz steigend. Die Kindersterblichkeit war nie so gering wie heute. Das Einkommen reicht inzwischen nicht mehr nur für das nackte Überleben, immer mehr Menschen können sich durch ihre Arbeit auch Hobbies und Reisen leisten. Noch vor Hundert Jahren war dies einer Elite vorbehalten!

Die Apostel bestätigen die Erfüllung der Prophetien über den Messias und das Reich Gottes:

Hebräer 12,22-24 Ihr dagegen seid zum Berg Zion und zur Stadt des lebendigen Gottes gekommen, zu dem Jerusalem im Himmel, wo sich unzählbare Engelscharen zu einem Fest versammelt haben. Ihr seid zur Gemeinde der erstgeborenen Kinder Gottes gekommen, deren Namen im Himmel aufgeschrieben sind. Ihr seid zu Gott selbst gekommen, dem Richter von allen, und zu den Gerechten, die schon am Ziel sind, denn ihr Geist ist bei Gott. Ihr seid zu Jesus gekommen, dem Vermittler eines neuen Bundes, und zu dem Reinigungsblut, das viel besser redet als das Blut Abels.

Fazit:

  • Das Neue Testament beschreibt, wie die Verheißungen des Alten Testaments sich erfüllten.
  • Jesu Herrschaft währt ewig. In seinem Reich hat jeder eine ewige Heimat, der ihn als Herrscher akzeptiert. Seine Herrschaft breitet sich aus, bis sie die ganze Welt ausfüllt, siehe Daniel 9.

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