Die Bünde mit Abraham und David und deren Erfüllung durch Jesus

Abraham wurde im Bund von Gott eine ewige Heimat und ewiger Fortbestand seiner Nachkommenschaft zugesagt. David bekam im Bund mit Gott die Verheißung, dass einer seiner Nachkommen den königlichen Thron besteigen und auf ewige herrschen werde. Beide Bünde gelten auf ewig, Gott erfüllte sie zunächst irdisch und dann geistlich durch Jesus Christus.

Abraham glaubte Gott und machte sich auf den Weg zu seiner neue Heimat. Schließlich angekommen, sah er vorerst nur Ödnis, Wildnis, karge Täler und trostlose Landschaften. Abraham glaubte dennoch an Gottes Verheißungen, und trotz vieler Wirren und Wendungen fand er schließlich Heimat und bekam Söhne. Obwohl seine Nachfahren zunächst weiterzogen, begannen seine Nachkommen 500 Jahre später das verheißene Land wieder einzunehmen.

Zur Einsetzung eines Bundes im Altorient vollzog sich folgende Zeremonie: man schlachtete Tiere und teilte sie mittig. Beide Bündnispartner gingen zwischen diesen geschlachteten Tierhälften hindurch und schworen: „Dies soll mir zustoßen, wenn ich diesen Bund breche“. Die Zeremonie des Bundes Gottes mit Abraham wird uns beschrieben in

1.Mose 15, 9-18 Und er sprach zu ihm: Bringe mir eine dreijährige Kuh, eine dreijährige Ziege, einen dreijährigen Widder, eine Turteltaube und eine andere Taube. Und er brachte ihm dies alles und zerteilte es in der Mitte und legte je einen Teil dem andern gegenüber; aber die Vögel zerteilte er nicht. Und die Raubvögel stießen hernieder auf die Stücke, aber Abram scheuchte sie davon. Als nun die Sonne unterging, fiel ein tiefer Schlaf auf Abram, …. V17 Als nun die Sonne untergegangen und es finster geworden war, siehe, da war ein rauchender Ofen, und eine brennende Fackel fuhr zwischen den Stücken hin. An dem Tage schloss der HERR einen Bund mit Abram und sprach: Deinen Nachkommen gebe ich dies Land von dem Strom Ägyptens an bis an den großen Strom, den Euphrat.

Das Besondere an diesem Bundesschluss ist, dass nur Gott inmitten der Tiere durchging, als „brennende Fackel“, Abraham jedoch schlief. Somit verpflichtete allein Gott sich dazu geschlachtet zu werden, wenn der Bund gebrochen würde. 

Die Regierungszeit des Königs David ist bekannt als Ära der Gerechtigkeit. David liebte die Gegenwart Gottes und in seinem Eifer dafür brachte er die Bundeslade in einem offenen Zelt unter und erließ, dass Gott dort durchgehend angebetet würde. Er ließ Chöre und Musiker organisieren, die Gott bei Tag und Nacht 24/7 Gott lobten. Dies wurde zum Leitbild aller, die sich Gott zuwenden und seine Gegenwart suchen.

David etablierte nicht nur den Inbegriff von Lobpreis und Anbetung, er setzte auch das Paradigma für Herrschaft in Recht und Gerechtigkeit. Die „Wiederherstellung der Hütte Davids“ ist nicht nur die Wiederkehr von Lobpreis und Anbetung, sondern auch der Einzug der Gegenwart (Psalm 22,4) und Herrschaft Gottes unter den Menschen.

David legte seinen Regierungssitz außerhalb Jerusalems auf den Berg Zion. Der Berg Zion und die Stadt Jerusalem des Alten Testaments versinnbildlichen das Herzstück des Reiches Gottes. David kann betrachtet werden als Lehrmeister der Apostel.

Das Haus Davids, so lautet die Zusage Gottes, ist dazu bestimmt auf ewig zu herrschen durch Davids Nachkomme Jesus Christus. Die Bundeslade im offenen Zelt ist eine Allegorie auf die offenstehende Herrlichkeit Gottes inmitten und zugänglich jedem der sich nach ihr sehnt.  

Der irdischen Herrschaft Davids folgten 10 Könige, die mit jeder Generation gottloser wurden und sich dem Götzendienst hingaben. Das Reich wurde geteilt, schließlich von anderen Mächten erobert und das Volk ins Exil geführt.

In dieser Zeit der Gottesferne durch Sünde, der damit verbundenen Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung im Exil spricht Gott durch seine Propheten und verheißt ihnen ein neues Zeitalter:

Jesaja 54,7-10  Für eine kleine Weile habe ich dich verlassen,  aber mit großem Erbarmen hole ich dich wieder heim. Als mein Zorn aufwallte, habe ich mich für einen Augenblick von dir abgewandt, aber mit ewig währender Gnade erbarme ich mich jetzt über dich,  spricht Jahwe, der dich befreit. Wie in Noahs Zeit soll es für mich sein,  als ich schwor, dass Noahs Flut die Erde nie mehr überschwemmen wird,  so schwöre ich jetzt: ‚Ich werde nie mehr zornig auf dich sein und schreie dich niemals mehr an!‘ Eher weichen die Berge von ihrem Platz und die Hügel stürzen um,  als dass meine Gnade von dir weicht und mein Friedensbund wankt,  spricht Jahwe, dein Erbarmer.“

Die Verheißung des Messias:

Jesaja 9,5-8 Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens. Groß ist die Herrschaft, und der Friede wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.

Jesaja 16,5 dann wird ein Thron der Gnade aufgerichtet sein.  Auf ihm, am Wohnsitz Davids,  wird in Wahrheit einer sitzen, der das Recht sucht  und in Gerechtigkeit erfahren ist.

Daniel 7,13-14 Immer noch sah ich die nächtlichen Bilder: Da kam mit den Wolken des Himmels einer, der aussah wie der Sohn eines Menschen. Man führte ihn zu dem, der uralt war, und verlieh ihm Macht und Ehre und übergab ihm die Herrschaft. Die Menschen aller Völker, Nationen und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist ewig, sie wird nicht vergehen, sein Reich wird niemals zerstört.

Die Apostel bestätigen die Erfüllung der Prophetien über den Messias und das Reich Gottes:

Apg. 13,32 So bringen wir euch nun diese erfreuliche Botschaft: Gott hat die Zusage, die er unseren Vätern gegeben hat, an uns, ihren Nachkommen, eingelöst. Er tat das, indem er Jesus berief. So steht es auch im zweiten Psalm: ‚Du bist mein Sohn; ich habe dich heute gezeugt!‘ Dass er ihn mit der Auferweckung aus den Toten aber für immer der Verwesung entrissen hat, kündigte er so an: ‚Ich gebe euch die heiligen und unvergänglichen Güter, die ich David versprochen habe.‘

Apg. 15,15 -18 Als sie dann schwiegen, ergriff Jakobus das Wort: „Liebe Brüder, hört mir zu! Simon hat gerade berichtet, wie Gott selbst die Initiative ergriffen hat, um aus den Nichtjuden ein Volk zu gewinnen, das ihm gehört. Das stimmt auch mit den Worten der Propheten überein, denn so steht es geschrieben: ,Danach will ich zurückkehren‘, sagt der Herr, ‚und die zerfallene Hütte Davids wieder aufbauen. Aus ihren Trümmern werde ich sie wieder errichten, damit auch die übrigen Menschen nach mir fragen, die Menschen aller Völker, die ich zu meinem Eigentum erklärt habe. Ich, der Herr, werde tun, was ich von jeher angekündigt habe.‘

Hebräer 12,22-24 Ihr dagegen seid zum Berg Zion und zur Stadt des lebendigen Gottes gekommen, zu dem Jerusalem im Himmel, wo sich unzählbare Engelscharen zu einem Fest versammelt haben. Ihr seid zur Gemeinde der erstgeborenen Kinder Gottes gekommen, deren Namen im Himmel aufgeschrieben sind. Ihr seid zu Gott selbst gekommen, dem Richter von allen, und zu den Gerechten, die schon am Ziel sind, denn ihr Geist ist bei Gott. Ihr seid zu Jesus gekommen, dem Vermittler eines neuen Bundes, und zu dem Reinigungsblut, das viel besser redet als das Blut Abels.

Das Neue Testament gibt Zeugnis davon, wie sich die Verheißungen der Propheten erfüllt haben. Es beschreibt und belegt den Beginn der Neuen Ära, nämlich dem Beginn der Herrschaft Gottes auf Erden, die mit Christus dem Messias im kleinen Rahmen angefangen hat, sich mehr und weiter ausbreitet, bis sie die ganze Erde ausfüllt und dieses Reich währt auf immer und auf ewig. Im Reich der Königsherrschaft Gottes hat jeder eine ewige Heimat, der in Christus ist.

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